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Die Stadt Köln: Kunstmarkt mit Geschichte

Köln und Berlin sind die dynamischsten Städte in der deutschen Kunstgeschichte. Vor genau 50 Jahren, 1967, wurde im Gürzenich der erste Kunstmarkt Köln veranstaltet. Das Gebäude entwickelte sich zu einer der wichtigsten Kölner Veranstaltungsadressen. Die Entwicklung des Kunstmarkt Köln hatte einen prägenden Einfluss auf die internationale Kunstszene, da dieser den bisher kaum aktiven Kunstmarkt in der Bundesrepublik Deutschland wiederbelebte. Bereits in den späten 50er Jahren verlor Paris seinen Ruf als europäische Kunsthauptstadt an Kassel und die Documenta. Nach dem Erstarken der modernen amerikanischen Kunst wurde New York zur neuen Hauptstadt der Kunstszene und ist es bis heute. In Europa wurden das Rheinland und Köln zu einer festen Größe der westdeutschen Kunstwelt Rahmen für eine Kunstmesse. So hatte die Entwicklung des Kunstmarkt Köln einen starken Einfluss auf die internationalen Kunstmessen und belebte die gesamte Kunstszene in der Bundesrepublik Deutschland neu.Die Stadt Köln: Kunstmarktplatz mit GeschichteDie Stadt Köln: Kunstmarktplatz mit Geschichte

Eine pulsierende Künstlergemeinschaft, gesellschaftliches Engagement und ausgezeichnete Marktbedingungen bilden das Herz der Kölner Kunstszene

Die Stadt Köln war bereits in den 1980er Jahren und Anfang der 1990er Jahre eines der bekanntesten Zentren für zeitgenössische Kunst in Europa, wenn nicht gar weltweit. Ihre zahlreichen Galerien sowie von Künstlern betriebenen Ausstellungsräume brachten ihr einen herausragenden Ruf ein. Köln wurde zu einem Anziehungspunkt für lokale und internationale Künstler, um ihre Werke zu präsentieren, zu verkaufen und Kontakte zu anderen Kunstschaffenden zu pflegen. Noch heute bilden die pulsierenden Künstlergemeinschaften, das gesellschaftliche Engagement und die ausgezeichneten Marktbedingungen das Herz der Kölner Kunstszene. Die Kunstmesse KÖLNER LISTE wurzelt in dieser großen künstlerischen Tradition. Sie richtet sich nicht nur an aufstrebende Kölner Künstler, sondern auch an Kunstbegeisterte aus der ganzen Welt, die Freude daran haben, in Galerien und Museen noch unbekannte Perlen zeitgenössischer Kunst zu genießen.

Frühe Kölner Künstler • Künstlergemeinschaften am Niederrhein

Bereits lange vor der Gründung moderner Kunstmessen wie der KÖLNER LISTE war die Stadt bei Künstlern beliebt. Im Spätmittelalter war Köln eine elegante und wohlhabende Handelsstadt, die in der Gunst von Päpsten und Kaisern stand. Dies überrascht nicht, denn Köln war damals die größte deutsche Stadt und ein wichtiges Universitätszentrum mit einer kosmopolitischen Bevölkerung aus Malern, Bildhauern, Goldschmieden und sachkundigen Kunstsammlern. Die meisten Maler der Stadt gingen ihrer Kunst in der Kölner Altstadt, in der Gegend rund um die Schildergasse nach. In diesem geografisch wichtigen Stadtteil war die berühmte Kölner Malerschule zuhause, deren Maler ihre Werkstätten in der Zeit von ca. 1300 bis 1550 im Niederrheingebiet hatten. Ihre Werke waren von den alten französischen künstlerischen Idealen und Eyckischen Proportionen langgestreckter Figuren, anmutiger Gestik und hochentwickelter Ikonographie beeinflusst. Die Entwicklung der Kölner Malerschule, die sich über mehr als zwei Jahrhunderte erstreckte, ist einer der wichtigsten Meilensteine in der Geschichte der niederrheinischen Kunst und bereitete den Boden für zahlreiche künstlerische Bestrebungen in der Stadt Köln und deren Umgebung.
 
Im Jahr 1967 gründeten die Kölner Künstler Hein Stünke und Rudolf Zwirner den Kölner Kunstmarkt, um dem westdeutschen Kunstmarkt neues Leben einzuhauchen

Ein weiteres wichtiges Ereignis in der Geschichte der Kunstszene der Stadt war die Gründung des Kölner Kunstmarkts im Jahr 1967 durch die ansässigen Künstler Hein Stünke und Rudolf Zwirner. Ihr Ziel war es, dem bereits aktiven westdeutschen Kunstmarkt der späten 1960er Jahre neues Leben einzuhauchen. Der Kölner Kunstmarkt – heute auch als Art Cologne bekannt – ist die weltweit älteste Messe für zeitgenössische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Dank dieses bedeutenden Ereignisses steigt die Zahl der Künstler, die Köln besuchen, seit den 1970er Jahren beständig an. Heute ist Köln die viertgrößte Stadt Deutschlands; in Sachen Kunst braucht sie den Vergleich mit den berühmtesten Kunstmetropolen der Welt wie London, Paris und New York City jedoch nicht zu scheuen. Für Kenner steht die deutsche Stadt, deren moderne Galerien und Museen für die Mischung klassischer und nicht-traditioneller Stile bekannt sind, an der Spitze der internationalen Kunstszene. Neben den üblichen Galerien, in denen Kunstwerke aus den Bereichen Malerei und Fotografie zu sehen sind, gibt es in Köln außerdem von jungen Grafikdesignern und zeitgenössischen Bildhauern betriebene Kunsträume. Für alle, die etwas anderes als einen traditionellen Museumsbesuch erleben möchten, ist Köln die richtige Wahl.

Fotografie in Köln • Von belebten städtischen Plätzen zu wohltuenden Landschaften

Köln ist eine dieser wundervollen europäischen Städte in denen man mit dem Fotoapparat durch die Straßen schlendern und sich einfach treiben lassen kann, oder aber in Galerien und Museen in die Welt der Fotografie eintauchen und wahre Meisterwerke bestaunen kann. Für Menschen, die sich für Alltagsfotografie interessieren, ist Köln eine wahre Goldgrube. Die Stadt bietet spannende und abwechslungsreiche Szenarien und Orte, wie zum Beispiel die Hohe Straße. Diese ist eine der belebtesten und engsten Einkaufsstraßen in Deutschland und somit ausgezeichnet geeignet, um sich mit einer Kompaktkamera in die Menschenmassen zu stürzen und authentische, ungestellte Szenen einzufangen . Der Rheinauhafen, der wohl modernste Bezirk Kölns, bietet mit seinen Kranhäusern eine spannende Kulisse für all die Fotografen, die eine Vorliebe für moderne Architektur und klare, minimalistische Formen haben. Was die Kölner Galerien und Museen betrifft, so können die Besucher sicher sein, dass sie etwas finden werden, was ihren Geschmack trifft, denn diese zeigen eine große Vielfalt nationaler und internationaler Fotografen. Köln besitzt eine sehr lebendige Kunstszene. Die hier beheimateten Galerien und Museen bieten eine große Bandbreite an Kunstwerken und vielseitigen Künstlern, darunter auch moderne digitale Fotografie. Darüber hinaus entstand mit dem aktuellen Projekt Daguerrobase eine einmalige Gelegenheit für all diejenigen, die sich mehr für traditionelle Fotografie interessieren. Es handelt sich hierbei um ein gemeinnütziges Projekt an dem sich Museen, Archive aber auch private Sammler überall in Europa beteiligen, mit dem Ziel, eine Datenbank digitaler Reproduktionen von über 25000 Daguerrotypien zu erschaffen. Auch Köln ist an diesem spannenden Projekt beteiligt und es ist ein Pflichttermin für alle Fotografie-Interessierten, sich dieses Projekt anzusehen.