{"id":8172,"date":"2018-07-18T18:00:39","date_gmt":"2018-07-18T18:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/discoveryartfair.com\/?p=8172\/"},"modified":"2018-07-19T09:25:09","modified_gmt":"2018-07-19T09:25:09","slug":"katinka-fischer-art-kaleidoscope-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/discoveryartfair.com\/de\/katinka-fischer-art-kaleidoscope-interview\/","title":{"rendered":"Frankfurt Through the Eyes of Katinka Fischer &#8211; Chefredakteurin von art kaleidoscope"},"content":{"rendered":"<p>In dem Bestreben, von ausgewiesenen Expertinnen und Experten mehr \u00fcber die Frankfurter Kunstszene zu erfahren, trafen wir die Journalistin, Kunsthistorikerin und Chefredakteurin eines renommierten Kunstmagazins, Katinka Fischer. In unserem Gespr\u00e4ch teilte sie mit uns ihre Ansichten \u00fcber die Vielfalt der heimischen Kunstwelt, die Verbindungen zwischen Kunst und Kapital sowie die interessantesten und sehenswertesten Kunstorte der Stadt.  <\/p>\n<p><em><strong>Sie sind seit 2015 Chefredakteurin von art kaleidoscope. K\u00f6nnen Sie unseren Lesern kurz Ihr Magazin vorstellen?<\/strong><\/em><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.presse-verlagsgesellschaft.de\/ak\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">art kaleidoscope<\/a> erscheint viertelj\u00e4hrlich und beleuchtet die Kunstlandschaft im Rhein-Main-Gebiet \u2013 mit Vorberichten auf die zentralen Ausstellungsereignisse, K\u00fcnstlerportr\u00e4ts, Interviews, Reportagen und auch etwas Klatsch und Tratsch. <\/p>\n<p><em><strong>Frankfurt kennt man als eine sehr gesch\u00e4ftsorientierte Stadt, als eine Finanzmetropole. Wie steht es um die Kunst- und Kulturszene der Stadt?<\/strong><\/em><br \/>\nDie Frankfurter Kunstszene ist ausgesprochen vielf\u00e4ltig und schon durch das Museumsufer weltweit einmalig. Museen wie das St\u00e4del und seine im b\u00fcrgerlichen Kunstsinn wurzelnde Sammlung ragen international hervor. F\u00fcr ihr hohes Niveau ist die St\u00e4delschule bekannt, wo junge K\u00fcnstler ausgebildet werden und deren Absolventen h\u00e4ufig internationale Karriere machen. Unterdessen ist vor allem rund um den R\u00f6mer, aber auch in anderen Teilen der Stadt eine rege Galerient\u00e4tigkeit zu beobachten. Jenseits des traditionellen Betriebes bietet Frankfurt dar\u00fcber hinaus Raum f\u00fcr Kunstvereine und Off-Spaces, allen voran K\u00fcnstlerh\u00e4user wie atelierfrankfurt und basis e.V. Hinzu kommen Festivals, Kultursommer, Saisonstarts, Hochschulrundg\u00e4nge, das Museumsuferfest. Irgendwas ist immer los.<\/p>\n<p><em><strong>Wie f\u00fcgt sich Ihre Arbeit in dieses Umfeld? Wie profitieren Sie davon?<\/strong><\/em><br \/>\nIch verstehe es als meine Aufgabe, auf besondere Ausstellungen und K\u00fcnstlerpers\u00f6nlichkeiten aufmerksam zu machen, kulturpolitische Entwicklungen zu beobachten bzw. einzuordnen und, so gut dies bei einem \u201eQuarterly\u201c eben m\u00f6glich ist, aktuelle Nachrichten zu publizieren. Diese T\u00e4tigkeit erf\u00fcllt mich sowohl als Journalistin wie auch als Kunsthistorikern.<\/p>\n<p><em><strong>Gibt es Verbindungen zwischen der Finanzmarkt- und Business-Welt und der Kunst- und Kulturszene Frankfurts (sei es im Bereich Kunst, Musik oder anderen k\u00fcnstlerischen Sparten)? Wenn ja, wie sehen diese aus?<\/strong><\/em><br \/>\nKunst und Geld waren schon immer aufeinander angewiesen. Umso mehr in einer Stadt wie Frankfurt, wo beides gleicherma\u00dfen stark vertreten ist. Gro\u00dfe museale Ausstellungen k\u00f6nnten ohne die finanzkr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung von Sponsoren kaum realisiert werden. Auch spricht es f\u00fcr sich, dass das Museum f\u00fcr Moderne Kunst (MMK) seit einigen Jahren eine Dependance mitten im Bankenviertel unterh\u00e4lt. <\/p>\n<p><em><strong>Wie sichtbar oder wie wichtig ist Kunst in Frankfurt? Leben und arbeiten viele K\u00fcnstler in der Stadt?<\/strong><\/em><br \/>\nAn Kunst kommt man in Frankfurt nicht vorbei. Daf\u00fcr, dass dort auch viele K\u00fcnstler leben und arbeiten, sorgen schon das atelierfrankfurt, das als gr\u00f6\u00dftes Atelierhaus Europas gilt, und die St\u00e4delschule.<\/p>\n<p><em><strong>Gibt es in Frankfurt auch eine alternative Kunstszene, die f\u00fcr Au\u00dfenstehendende weitgehend unbekannt ist? Wenn ja, verraten Sie uns bitte mehr dar\u00fcber.<\/strong><\/em><br \/>\nBesonders stark entwickelt sie sich gerade im Ostend, wo nicht nur die EZB zu finden ist, sondern auch das atelierfrankfurt und der Kunstverein Familie Montez.<\/p>\n<p><em><strong>Welche Kunst- und Kulturorte sollten Besucher der Stadt auf jeden Fall gesehen haben?<\/strong><\/em><br \/>\nAus oben genannten Gr\u00fcnden: das Museumsufer und das Frankfurter Ostend. <\/p>\n<p><em><strong>Wie wird sich, Ihrer Meinung nach, die Frankfurter Kunstszene in den n\u00e4chsten Jahren entwickeln? Erwarten oder erhoffen Sie bestimmte Ver\u00e4nderungen?<\/strong><\/em><br \/>\nDie gro\u00dfe Vielfalt und das hohe Niveau gerade auf dem Gebiet der Kunst ist keineswegs nur ein weicher Frankfurter Standortfaktor. Das  r\u00fcckt hoffentlich st\u00e4rker ins (politische) Bewusstsein. Und auch, dass deswegen nicht (noch mehr) daran gespart werden darf. <\/p>\n<p><em><strong>Ist Ihnen bekannt, dass die Discovery Art Fair im November in Frankfurt Premiere feiert? Wie denken Sie \u00fcber diesen Schritt?<\/strong><\/em><br \/>\nAngesichts der Geschichte der Frankfurter Kunstmessen ist das eine mutiger Entscheidung. Den Fokus auf das niedrigpreisige Segment zu richten, ist wom\u00f6glich ein Schritt in die richtige Richtung. <\/p>\n<h6>Photo by Jasmin Zwick. Courtesy of Katinka Fischer<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dem Bestreben, von ausgewiesenen Expertinnen und Experten mehr \u00fcber die Frankfurter Kunstszene zu erfahren, trafen wir die Journalistin, Kunsthistorikerin und Chefredakteurin eines renommierten Kunstmagazins, Katinka Fischer. In unserem Gespr\u00e4ch teilte sie mit uns ihre Ansichten \u00fcber die Vielfalt der heimischen Kunstwelt, die Verbindungen zwischen Kunst und Kapital sowie die interessantesten und sehenswertesten Kunstorte der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":8168,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[139],"tags":[226],"class_list":["post-8172","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news-de","tag-frankfurt"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/discoveryartfair.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8172","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/discoveryartfair.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/discoveryartfair.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/discoveryartfair.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/discoveryartfair.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8172"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/discoveryartfair.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8172\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8174,"href":"https:\/\/discoveryartfair.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8172\/revisions\/8174"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/discoveryartfair.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8168"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/discoveryartfair.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8172"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/discoveryartfair.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8172"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/discoveryartfair.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8172"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}