{"id":8162,"date":"2018-07-09T12:46:22","date_gmt":"2018-07-09T12:46:22","guid":{"rendered":"https:\/\/discoveryartfair.com\/?p=8162\/"},"modified":"2018-07-18T12:47:09","modified_gmt":"2018-07-18T12:47:09","slug":"katharina-ewald-frankfurter-buchmesse-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/discoveryartfair.com\/de\/katharina-ewald-frankfurter-buchmesse-interview\/","title":{"rendered":"Frankfurt Through the Eyes of Katharina Ewald &#8211; Direktorin der Abteilung f\u00fcr Gesch\u00e4ftsanbahnung der Frankfurter Buchmesse"},"content":{"rendered":"<p>Im Vorfeld der ersten Entdeckermesse f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Kunst in Frankfurt, kontaktierten wir Kenner der lokalen Kunst- und Kulturlandschaft, um mehr \u00fcber die Kunstszene der hessischen Metropole zu erfahren. Hier unser Interview mit Frau Katharina Ewald, Direktorin der internationalen Unternehmensentwicklung der weltber\u00fchmten Frankfurter Buchmesse, die mit uns ganz offen \u00fcber die k\u00fcnstlerische Seite ihrer Heimatstadt gesprochen hat.<\/p>\n<p>Als geb\u00fcrtige Frankfurterin hat Katharina eine vielseitige Karriere in der Kulturbranche hinter sich und ist seit 2006 Teil des Teams der Frankfurter Buchmesse. Gleichzeitig organisiert, moderiert und plant sie diverse Verlagskonferenzen und -events auf der ganzen Welt, vom fernen Osten bis Mexiko. Seit 2017 ist sie Teil des ARTS+ Teams, wo sie sich auf die kommenden Entwicklungen der Kreativ- und Kulturindustrie konzentriert. Sie teilte mit uns ihre Gedanken als wahre Kunstliebhaberin.<\/p>\n<p><em><strong>Katharina, Sie sind Teil des THE ARTS+ Teams, welches auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober in der Halle 4.1 zu finden sein wird. K\u00f6nnen Sie unseren Lesern dieses besondere Event vorstellen?<\/strong><\/em><br \/>\nTHE ARTS+ \u2013 mit dem Untertitel \u201cFuture of Culture Festival\u201d \u2013 ist ein der Zukunft der Kreativ- und Kulturindustrie gewidmetes Festival. Unsere Welt wird in rasender Geschwindigkeit auf den Kopf gestellt. Technologie und Kultur \u2013 zwei Bereiche die vormals Gegenteile zu sein schienen \u2013 vermischen sich mehr und mehr. Neue Technologien transformieren die ehemals exklusiven Handlungsr\u00e4ume menschlicher Wesen, Kultur und Kreativit\u00e4t grundlegend. Durch diesen Prozess ver\u00e4ndern sich nicht nur die Gesch\u00e4ftsmodelle, Medien, unsere Kommunikation und die Umwelt, sondern auch unsere Gesellschaft und unser Verst\u00e4ndnis von uns selbst als menschliche Wesen. Ein neues \u00d6kosystem bildet sich heraus. THE ARTS+ formt dieses neue \u00d6kosystem aktiv mit. Zu diesem Zweck bringen wir zentrale Akteure des Kreativ- und Kultursektors zusammen, gemeinsam mit Akteuren der Wirtschaft und Politik \u2013 Personen also, die diese Ver\u00e4nderungen aktiv steuern. Zusammen wollen wir ein Rahmenwerk definieren und aufzeigen, was m\u00f6glich ist \u2013 w\u00e4hrend wir zugleich einen Raum erschaffen, zur Diskussion dessen, was notwendig ist. THE ARTS+ findet vom 10. bis 14. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse statt und Sie sollten definitiv vorbeischauen und uns besuchen.<\/p>\n<p><em><strong>Frankfurt kennt man als eine sehr gesch\u00e4ftsorientierte Stadt, als eine Finanzmetropole. Wie steht es um die Kunst- und Kulturszene der Stadt?<\/strong><\/em><br \/>\nFrankfurt hat eine sehr lebendige Kunst- und Designerszene: in dieser lebhaften Metropole hat die St\u00e4delschule, eine der renommiertesten Kunstschulen, ihren Sitz. Ein Spaziergang am Museumsufer bietet Zugang zu verschiedenen Museen und deren gro\u00dfer Vielzahl unterschiedlicher Kunst, und \u00fcberall finden sich Kunstgalerien und -r\u00e4ume.<\/p>\n<p><em><strong>Wie passt Ihre Arbeit in dieses Umfeld?<\/strong><\/em><br \/>\nDie Stadt ist ein Knotenpunkt zwischen Finanzwelt und Kultur. Daher gibt es keinen besseren Ort f\u00fcr THE ARTS+ als Frankfurt. Das Festival kombiniert diese Felder auf inspirierende Art und Weise und wird dabei helfen, der Kreativindustrie eine wirtschaftliche Gegenwart und Zukunft zu erm\u00f6glichen. Das Festival dreht sich also auch um finanzielle Allianzen.<\/p>\n<p><em><strong>Angesichts der Tatsache, dass THE ARTS+ ein kultur\u00fcbergreifendes Event ist, kann man davon auszugehen, dass solche Verbindungen in der lokalen Umgebung existieren. Doch vermischen sich die Finanz- und Gesch\u00e4ftswelten \u00fcberhaupt mit der k\u00fcnstlerischen Welt? Wenn ja, auf welche Art und Weise?<\/strong><\/em><br \/>\nAber sicher! Alle gr\u00f6\u00dferen Banken besitzen heutzutage ihre eigene Kunstsammlung und leiten sogar eigene Kunstr\u00e4ume. Sie sponsorn au\u00dferdem verschiedene Museumsausstellungen, kulturelle Events und Musikveranstaltungen.<br \/>\nUnd die Leidenschaft der B\u00fcrger f\u00fcr Kunst ist herausragend. Frankfurter hatten schon immer eine besondere Beziehung zur Kunst und Kultur; und seitdem haben sie auch Zeit und Geld investiert. Dies ist ein besonderes Merkmal der Frankfurter Kunstszene und man sp\u00fcrt diese Leidenschaft \u00fcberall.<\/p>\n<p><em><strong>Gibt es viele hier lebende und arbeitende K\u00fcnstler?<\/strong><\/em><br \/>\nAufgrund der hohen Mieten wird es immer schwieriger f\u00fcr K\u00fcnstler, in Frankfurt zu leben und zu arbeiten und viele ziehen in das g\u00fcnstigere Offenbach. Doch es gibt das Atelier Frankfurt, Basis, usw., die subventionierte Studios anbieten. Und K\u00fcnstler nehmen neue R\u00e4ume f\u00fcr sich in Anspruch, indem sie Studios in Industriegebieten er\u00f6ffnen, wie zum Beispiel Fechenheim Nord.<\/p>\n<p><em><strong>Gibt es eine f\u00fcr Au\u00dfenstehende unbekannte alternative Kunstszene in Frankfurt?<\/strong><\/em><br \/>\nFrankfurt hat diverse alternative Kunstr\u00e4ume zu bieten. Um nur ein paar zu nennen: Das K\u00fcnstlerhaus Mousonturm, Atelier Frankfurt, Kunstverein Familie Montez (Lola Montez), Basis, Ausstellungshalle Schulstra\u00dfe 1a, usw. Au\u00dferdem diverse kleinere Galerien, wie die Galerie Perpetuel oder die Galerie WOLFST\u00c6DTER. Diese Orte sind definitiv mindestens einen Besuch wert. Wenn Sie mehr an Musik und\/oder Literatur interessiert sind, dann lassen sie sich die Brotfabrik oder die Romanfabrik nicht entgehen. <\/p>\n<p><em><strong>Welche Kunst- und Kulturorte sollten Besucher der Stadt auf jeden Fall gesehen haben?<\/strong><\/em><br \/>\nEs gibt zu viele, um sie alle zu nennen, doch zu meinen pers\u00f6nlichen Favoriten geh\u00f6ren:<\/p>\n<p><ub><\/p>\n<li>Museum f\u00fcr moderne Kunst<\/li>\n<li>St\u00e4del Museum<\/li>\n<li>Kunstverein Familie Montez und<\/li>\n<li>Museum Judengasse.<\/li>\n<p><\/ub><\/p>\n<p><em><strong>Wie wird sich, Ihrer Meinung nach, die Frankfurter Kunstszene in den n\u00e4chsten Jahren entwickeln? Erwarten oder erhoffen Sie bestimmte Ver\u00e4nderungen?<\/strong><\/em><br \/>\nDa die Mieten immer h\u00f6her steigen, ist das Risiko der Gentrifizierung sehr hoch \u2013 K\u00fcnstler werden aus der Stadt wegziehen m\u00fcssen. Gleichzeitig entstehen immer mehr unabh\u00e4ngige kulturelle R\u00e4ume. Deshalb ist es so wichtig eine Verbindung zwischen der Finanzwelt und der Kunstwelt zu ziehen. THE ARTS+ ist DER Ort um die richtigen Leute zu treffen und Magisches geschehen zu lassen.<\/p>\n<h6>Photo Courtesy of THE ARTS+<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Vorfeld der ersten Entdeckermesse f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Kunst in Frankfurt, kontaktierten wir Kenner der lokalen Kunst- und Kulturlandschaft, um mehr \u00fcber die Kunstszene der hessischen Metropole zu erfahren. 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