{"id":7516,"date":"2017-09-08T10:16:28","date_gmt":"2017-09-08T10:16:28","guid":{"rendered":"https:\/\/discoveryartfair.com\/?p=7516\/"},"modified":"2017-12-12T14:12:29","modified_gmt":"2017-12-12T14:12:29","slug":"kunstmarktbericht-artprice-erste-hj-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/discoveryartfair.com\/de\/kunstmarktbericht-artprice-erste-hj-2017\/","title":{"rendered":"1. HJ 2017 \u2013 Der Kunstmarktbericht von Artprice.com"},"content":{"rendered":"<p>Auf globaler Ebene zeigte sich der Kunstmarkt im ersten Halbjahr 2017 nach zwei Jahren des Abschwungs wieder in besserer Verfassung: Der weltweite Auktionsumsatz stieg um 5,3 % verglichen mit dem ersten Halbjahr 2016. Dieser Aufschwung ist haupts\u00e4chlich der St\u00e4rke des amerikanischen Markts, mit 28 % mehr Umsatz, zu verdanken.<\/p>\n<h3>Einige Schl\u00fcsselzahlen aus dem neuesten Bericht:<\/h3>\n<ul>\n<li>Der weltweite Auktionsumsatz lag im 1. HJ 2017 bei 6,9 Mrd. $<\/li>\n<li>Die Preise f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Kunst stiegen um 9,6 %<\/li>\n<li>Mit 2,2 Mrd. $ Umsatz \u00fcberholten die USA China (2 Mrd. $)<\/li>\n<li>Das Vereinigte K\u00f6nigreich und Frankreich trugen mit jeweils 13 % und 7 % zum Aufschwung bei<\/li>\n<li>Zeitgen\u00f6ssische Kunst macht 15 % des Gesamtumsatzes aus, vs. 3% im Jahre 2000<\/li>\n<li>Ein Kunstwerk von Jean-Michel Basquiat (1960) erzielte 110,5 Mio. $<\/li>\n<li>Der Anteil unverkaufter Werke hat sich um 2 % gegen\u00fcber 2016 verbessert<\/li>\n<\/ul>\n<p>Laut Thierry Ehrmann, Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Artprice, funktioniert der Kunstmarkt seit dem Jahr 2000 auf bemerkenswert reife Weise: Er hat die NASDAQ-Krise, die Attentate des 11. September, die zweite Intervention in den Irak und nat\u00fcrlich die unvorstellbare Wirtschaftskrise, die 2007 Ihren Anfang nahm, \u00fcberstanden. Auch hat er zunehmenden geopolitischen Spannungen und dem Auftreten eines Negativzinses getrotzt. W\u00e4hrend der letzten 17 Jahre hat der Kunstmarkt bewiesen, dass er sich den Bedingungen anpassen und so einen Zusammenbruch, wie man ihn aus dem Finanzsektor kennt, vermeiden kann. So hat er eine wichtige Rolle als alternative Kapitalanlage gespielt, ohne sich zu einer Spekulationsblase aufzubl\u00e4hen.<\/p>\n<h2>China und die USA, Kopf an Kopf<\/h2>\n<p>Im Soft-Power-Duell zwischen der Volksrepublik China und den USA ging es noch nie so knapp zu: Beide L\u00e4nder weisen fast das gleiche Transaktionsvolumen und den gleichen Umsatz auf.<\/p>\n<p>In den USA wurden in den sechs Monaten 38.000 Fine Art Lose f\u00fcr insgesamt 2,2 Mrd. $ verkauft. In China waren es 37.900 Lose f\u00fcr insgesamt 2 Mrd. $. In jedem Jahr seit dem Boom des chinesischen Kunstmarktes (ca. 2008 \u2013 2. HJ 2013), war eine der beiden Superm\u00e4chte der anderen deutlich \u00fcberlegen. Im ersten Halbjahr 2017 ist der Unterschied allerdings nur minimal.<\/p>\n<p>Diese nie dagewesene neue Gleichheit entspringt allerdings zwei diametral entgegengesetzten Entwicklungen auf beiden Seiten des Pazifiks. W\u00e4hrend der Auktionsumsatz in den USA um 28 % gestiegen ist, musste China eine Korrektur um 12 % erleiden, wie unser chinesischer Partner Art Market Monitor of Artron (AMMA) best\u00e4tigte.<\/p>\n<p>Es d\u00fcrfte interessant werden, die Rivalit\u00e4t zwischen den beiden Superm\u00e4chten im 2. Halbjahr zu verfolgen, da China in der Regel in der zweiten Jahresh\u00e4lfte mehr Umsatz generiert (und dies seit 8 Jahren), wohingegen der westliche Markt in der zweiten Jahresh\u00e4lfte normalerweise etwas abflaut.<\/p>\n<h2>Eine neue \u00c4ra des Wohlstands im Westen<\/h2>\n<p>Die Verk\u00e4ufe von zeitgen\u00f6ssischer Kunst und Nachkriegskunst scheinen den unumg\u00e4nglichen Abschwung des westlichen Marktes, der 2015 begann, abgefangen zu haben. Dieser Abschwung war haupts\u00e4chlich dem Umstand geschuldet, dass die Auktionsh\u00e4user immer weniger Top-Lose aus der Moderne und aus noch fr\u00fcheren Perioden zusammentragen konnten.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck k\u00fcndigt die Aktivit\u00e4t der letzten Monate eine neue \u00c4ra des Wohlstands an. Das wohl deutlichste Signal hierf\u00fcr ist der Verkauf von Jean-Michel Basquiat\u2019s Untitled (1982) f\u00fcr 110,5 Mio. $. Der Erl\u00f6s f\u00fcr dieses zeitgen\u00f6ssische Werk zeugt von einem tiefgreifenden Umdenken auf dem Markt: Sammler sind nun absolut dazu bereit, die gleichen Betr\u00e4ge f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische wie f\u00fcr Meisterwerke fr\u00fcherer Perioden auszugeben.<\/p>\n<p>Diese neue Dynamik ist das Ergebnis einer allm\u00e4hlichen Transformation des Kunstmarktes. Seit 2000 zeigen die Sammler ein wachsendes Interesse an Kunstwerken, die in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts und im fr\u00fchen 21. Jahrhundert entstanden sind. So kommt es, dass Nachkriegskunst und zeitgen\u00f6ssische Kunst vor 17 Jahren nur 8 % und 3 % des Gesamtumsatzes ausmachten, und inzwsichen aber 21 % und 15 % darstellen.<\/p>\n<h3>***<\/h3>\n<p>Lesen Sie den gesamten Bericht <a href=\"https:\/\/www.artprice.com\/artprice-reports\/global-art-market-in-h1-2017-by-artprice-com\/h1-2017-global-art-market-report-by-artprice-com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HIER<\/a> (englische oder franz\u00f6sische Version).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf globaler Ebene zeigte sich der Kunstmarkt im ersten Halbjahr 2017 nach zwei Jahren des Abschwungs wieder in besserer Verfassung: Der weltweite Auktionsumsatz stieg um 5,3 % verglichen mit dem ersten Halbjahr 2016. Dieser Aufschwung ist haupts\u00e4chlich der St\u00e4rke des amerikanischen Markts, mit 28 % mehr Umsatz, zu verdanken. 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